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Weitere Gedichte


12. September 2002:

Unanständig:
Die Rede ist hier wie so oft,
davon was insgeheim ihr hofft,
das trau ich mich hier nicht zu schreiben,
drum lass ich's bleiben.

26. September 2002:

Palindrom:
Hört es auf wie es begann,
sagen manche Leute dann
es begann wie es aufhörte,
was niemanden so wirklich störte.

3. Oktober 2002:

Selbstmord:
Er wollt er waere einfach tot,
ging zum Vulkan mit tiefem Schlot,
mehr als 100 Meter tief,
und Gott sei Dank grad inaktiv.

7. November 2002:

Passwort:
Nicht wundern über Asteriske oder Sterne
das machen die Programme gerne,
denn wenn es jeder sehen kann,
ist nicht lang' geheim das Passwort dann.

14. November 2002:

Wohnen:
Liest man heut' im Internet,
das meiste ist nicht wirklich nett,
von Betrug, Verrat und Menschen klonen,
genug davon, ich geh heim, wohnen.

21. November 2002:

Farb-Töne:
Sind die Töne in der Stadt,
meist grau in grau, meliert und matt,
sind mit den Tönen auf dem Land,
so ganz und gar nicht artverwand,
es ist wie mit Klassik und dem Pop,
das sag ich hier nun so salopp,
doch was ich leider gar nicht weiss:
was ist jetzt bunt und was der Scheiss?

28. November 2002:

Der Koch:
Das Essen heute, seien wir ehrlich,
ist nicht mehr allzusehr gefährlich,
doch schmeckt es einmal gar nicht gut,
so prüfe, ob man nörgeln tut.
Denn wenn der Koch das Nörgeln hört,
ist er dann allzuschnell verstört,
Und dann sagt der erboste Koch:
"Och".

12. Dezember 2002:

Dichter sein ist manchmal schwer,
doch darum mag ich es so sehr,
erst Worte finden und mit Reimen,
die Worte aneinanderleimen.

Ist alles dann aus einem Guss,
der Dichter schwebt in Höhen,
sagen die Leser 'So ein Stuss'
nur weil sie's nicht verstehen.

Doch manchmal kommen Leut' daher,
die dann den Wert erkennen,
euch sage ich nun 'Danke schön'
ich freu' mich euch zu kennen.

26. Dezember 2002:

Jesus war, so wie wir alle,
in der Menschendaseinsfalle,

das Leben, da gibt's kein Entrinnen,
muss jeder selbst zu Ende bringen,

und lebt man in den Tag hinein,
kann man nicht wirklich glücklich sein,

wichtig sind die Lebensziele,
nur ein paar, sonst sind's zu viele,

diese stets zu erreichen trachten,
dann wirst Du Dich auch selber achten.

2. Januar 2003:

Steh' morgens auf, schlüpf ins Gewand,
das Frühstück auf dem Tische,
ich trauer noch dem Bettchen nach,
und bin noch ganz benommen,

der Kaffee in der rechten Hand,
gibt mir die rechte Frische,
ich bin jetzt endlich wirklich wach,
jetzt soll der Tag nur kommen.

9. Januar 2003:

Viele Menschen sehen nicht,
den wahren Sinn von 'nem Gedicht,
weder Buchstaben noch das Wort,
der Sinn ist an 'nem andern Ort.

Auch mal zwischen den Zeilen,
'nen Gedanken lang verweilen,
bis nahe ans Gehirn verrrenken,
eigene Gedanken denken.

16. Januar 2003:

Das Eingemachte:
Steine, Kies und auch Kroeten,
sind sie weg, dann sind sie floeten,
sind sie da, ist's nett,
Knete, Kohle und Brikett.

20. Februar 2003:

Es geht mich wirklich gar nichts an,
doch weil ich es nicht fassen kann,
frage ich dann irgendwann,
wie sowas denn geschehen kann.

Denn eigentlich macht's keinen Sinn,
man tut es denn es ist ja 'in',
doch ich stell mich hier einfach hin,
und frag', ob ich alleine bin.

27. Februar 2003:

Aus gegebenem Anlass heute kein Gedicht.

6. März 2003:

Konfus:
Kann es nicht fassen immer noch,
obschon wohl wahr, es bleibt ein Doch,
und auch ein Aber, aber ja,
ich bin noch hier, bist du schon da?

Nachtschwarz:
Die Nacht ist schwarz, wird immer schwaerzer,
Gedanken schwer, so schwer wie Blei,
fehlt Lust zum Leben, Luft zum Atmen,
nun ist es aus, es ist vorbei.

Auf der Flucht:
War sie schön? Auf ihre Weise.
Oft sehr laut, zu selten leise,
sie kannte nur die Flucht nach vorn,
hat sie sich deshalb nun verlorn?
Doch eines bleibt von ihr zurück,
sie hatte Mut... und wenig Glück.

27. März 2003:

Leichen Leichen stapelweise,
der Duft zieht langsam seine Kreise,
zum Glueck traf es bis jetzt nicht mich,
das waere wirklich hinderlich.
PS:
Habt ihr nichts besseres zu tun,
als euch im Sarge auszuruhn?

17. April 2003:

Zug ins Nirgendwo, da fährt er hin,
selbst dass er fährt macht keinen Sinn,
egal nun, ob er fährt oder hält,
noch keiner hat ein Ziel gewählt.

28. Mai 2003:

Erst der Spass dann das Vergnügen,
sich selber in die Tasche lügen,
statt einmal echtes Rückgrat zeigen,
das ist wohl wozu alle neigen.

5. Juni 2003:

zum Heulen:
Vom Dach der Welt aus sitzend erblicken,
die gierenden Leute in Kleidung der schicken,
und wuseln und fuchteln und machen da Sachen,
ich muss jetzt schnell weg hier, mir ist schon zum Lachen.

24. Juli 2003:

What about that gate to more,
no one the truth here tells,
how come that what we adore,
somewhat rotten smells?

25. September 2003:

Lieber Gruss ihr lieben Leute,
diese Mail das war's für heute,
den Rest vom Tag den mach' ich blau,
vielleicht seid ihr ja auch so schlau.

16. Oktober 2003:

Anstatt zu rennen sollst du bleiben,
Gedanken im Gehirn zerreiben,
oder vielmehr denkend harren,
statt immer auf das Eine starren.

Doch das tut weh, ist unbequem,
und obendrein auch nicht genehm,
wenn viele plötzlich wie von Sinnen,
aus Strohköpfen Gedanken spinnen,
ist das Gold wert, nur nicht für jene,
die es schon haben, doch keine Träne,
verrinnt aus diesem Grund,
ihr Leute, das ist eure Stund'!

23. Oktober 2003:

Steine rollen bergauf - Rollen vertauscht;
kleine Steine hinab. Schwerkraft?
Ausser Kraft die Schwere - Zeit für Leichtes;
die Frage bleibt:
Wie kleine schneller fallen, als grosse steigen.

30. Oktober 2003:

Witz:
Treffen sich ein Schlagerstar, ein Countrystar und ein Popstar.
Sagt der Schlagerstar:
"Bei mir waren wenigstens die Gefühle echt."
Erwidert der Countrystar:
"Bei mir war wenigstens die Band echt."
Darauf der Popstar:
"Na und? Dafür hab ich jetzt echt viel Geld."

6. November 2003:

Wo kommt denn dieser Wind nur her?
Bei dieser Kälte fröstelts sehr,
die Luken dicht, kein Fenster offen,
scheint alles klar, ich will es hoffen.

Apropos scheinen, da fällt mir ein,
es könnte gerne heller sein,
kein heller Schein wo Sonne war,
ach so, November, alles klar!

4. Dezember 2003:

Wann kommt die Wende, wo bleibt der Aufschwung?
Alles am Ende, wer bewahrt Haltung?

Studien beharren stur auf wiederbelebter Konjunktur,
doch sei es eben nicht so weit, das Gute brauche schliesslich Zeit.

"Gut Ding will Weile haben" rufen die in Villen wohnen,
dann erhöhen diese Knaben, weiter ihre Lohn-Pensionen.

"Ist das gerecht?" so sollt man fragen,
uns geht es schlecht und die dort klagen!

11. Dezember 2003:

Sitz' lange hier schon auf dem Klo,
doch besser hier als anderswo,
klar wird mir heimlich, still und leise,
wir sitzen ganz schön in der Tinte.

25. Dezember 2003:

Den Wald vor lauter Bäumen sehen,
immer auf dem Boden gehen,
wie Felsen in der Brandung stehen,
Schlechtes in was Gutes drehen.
Freunde in der Zeit verstehen,
gemeinsam dieses Fest begehen.

1. Januar 2004:

Lesen, schreiben, nochmals lesen,
war es immer so gewesen?
Woher kam das erste Wort?
Stand es einfach plötzlich dort?

Oder schrieb es eine Feder,
oder doch ein spitzer Keil,
oder doch ein Höhlenpinsel,
benetzt mit einem Blutgerinnsel?

Vielleicht begann's mit einem Uh!
Der Rest kam dann racht schnell dazu,
sich Zeichen nun zu Texten ranken,
und dafür will ich mich bedanken.

22. Januar 2004:

Bin kein Teilchen, keine Welle,
trotzdem immer dann zur Stelle,
sollte mal Not am Manne sein,
schaut gleich des Hauses Meister rein.

5. Februar 2004:

Licht ist leicht und Schatten schwer,
bei Stille gilt dies umso mehr,
drum leuchte mit Augen und sprich aus dem Mund,
das hilft nicht nur Dir, es hält alle gesund!

4. März 2004:

Stille Tiefen unter Wasser liegen,
heimlich übern flachen Boden fliegen,
denn einfach kriechen kann er nicht,
der Rochen aus diesem Gedicht.

11. März 2004:

Wut im Bauch und Herz in der Hose,
Blut an den Händen und Schmerz im Kreuz,
Wir lieben zu leiden, uns qualvoll zu sehn,
wer kann es bestreiten, der möge jetzt gehn.

25. März 2004:

S-Bahn:
Kommt sie spät oder kommt sie nicht?
Die Anzeige verrät es nicht,
darum hab ich etwas Zeit,
macht euch für ein Gedicht bereit.

Jetzt geht es los, gleich fliegen Worte,
der allerbesten Wortesorte,
euch um die Ohren Stück für Stück,
daß es sich manchmal reimt ist Glück!

Das Schema ist total verdreht,
die Struktur ist hinderlich,
wenn mitten im Satz es weitergeht,
un keiner mehr den Satz versteht,
am wenigsten denn ich.

15. April 2004:

Die Wahrheit ist so fürchterlich,
verschweig' ich sie, dann fürchte ich,
das tut mir dann auf ewig leid,
sprich bis in alle Ewigkeit.

20. Mai 2004:

Woher, wohin?
Wo kamst Du her, wie ging's hinein?
Wie kamst Du denn am Eingang rein?
Ich wechselte nur ein paar Worte,
dort unten an der Eingangspforte.

Nur heraus konnte man nicht passend geben,
so muß ich nun mit Wechselworten leben,
die nicht zu meinen großen Worten passen,
hätt ich nur gestern wechseln lassen.

Danach ging es im flotten Lauf,
die Wendel dieser Treppe rauf,
so kommt es, daß ich mich noch drehe,
obwohl ich gerade vor euch stehe.

Hier oben war die Fährte eine Spur,
ich traute meinen Ohren nur,
hörte des Dirigenten Gestöhne,
ob der vielen falschen Töne.

Nun, ein paar richtige war'n dabei,
wenn ich nicht irre ganze drei,
und sie fielen will ich meinen,
in der Pause, bis auf einen!

Aber nun bin ich ja da,
jetzt wirds besser - aber klar!
frisch und fröhlich, froh und munter,
spiel ich Melodien runter.

Und auch die kurzen mit Phrasierung,
ganz und gar nach der Notierung,
ob hoch ob tief es ist der Wahn,
weil ich halt alles spielen kann!

Und Zack! Jetzt bin ich aufgewacht,
es ist dunkel, finster, Nacht,
bleibt nur noch dieses aufzuschreiben,
und morgen mal zum Üben bleiben.

27. Mai 2004:

Like ICE in the sunshine:

Das war ja nun ein schönes Fest,
und zu meinem großen Glück,
fahr ich mit der Bahn zurück,
denn während sich die Autos stauen,
kann ich hier aus dem Fenster schauen,
und die Landschaft zieht vorbei,
beim ICE als Einheitsbrei,
und da man mich in Ruhe läßt,
gibt mir jetzt der Schlaf den Rest.

29. Juli 2004

Ina ist, das sollt jeder wissen,
nun ein Jahr älter als noch eben,
am meisten fällt uns das nun auf,
beim Geschenke-kaufen-dauerlauf.

Es ist ein Glück, ich will's nicht missen,
der Chor der Fischer ist vergeben,
drum gehn euch gleich die Ohren auf,
denn es spielt gleich die Band hier auf.

Wir wissen von den Hauswandrissen,
und lassen's deshalb leise beben,
ich hoffe ihr nehmt es in Kauf,
dass dies Gedicht jetzt hört auf.

P.S.:
Auch das beste Ständchen,
muss irgendwann mal endchen.

5. August 2004:

What I know is not so much,
some scientific stuff and such,
not much of value I suppose,
just theoretic overdose.


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