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Nachdenklich & Ernst


22. August 2002:

Andenken:

Hundert Jahre hat's gedauert,
bis man nun endlich um ihn trauert,
Er war so gut und hilfsbereit,
opferte viel Geld und Zeit,
war nie ein einzges Mal vermessen,
um wen es ging hab ich vergessen.

17. Oktober 2002:

Liest man die Bibel Wort für Wort,
erschließt der Sinn sich nicht sofort,
liest man den Text ein bisschen weiter,
wird schneller man daraus gescheiter.

5. Dezember 2002:

Worte:

Worte, Hülsen, leere Phrasen,
Wortneuschöpfereiekstasen,
nur ja nicht Dinge die wir kennen,
bei ihrem wahren Namen nennen.

30. Januar 2003:

Der Boss:
Fahnen wehen,
Menschen stehen,
stramm vor ihrem Boss.

der befiehlt,
den nächsten Sieg,
darum ist jetzt Krieg.

20. März 2003:

In the eve I go to the pub,
music is good, that cheers me up,
as long as they will keep on playin',
I use the time for self-betrayin'.

If I am for my self alone,
that happiness will fast be gone,
to cope with that I do not know,
no one could ever tell me how.

10. April 2003:

Was sind Tage ohne Morgen?
Was sind Stunden ohne Halt?
Was ist in Sekunden drinnen?
Was gibt nur der Zeit Gestalt?

26. Juni 2003:

Im Grossen und im Ganzen,
kann man sich schnell verfranzen,
doch auch im kleinen zarten,
muss man auf Wahrheit warten.

17. Juli 2003:

Steinern Boden, kühle Halle,
alle einzeln und doch alle,
haben doch Gemeinsamkeiten,
doch nicht genug!

Das Tor geht auf,
Blick auf die weiten,
hitzig heissen Eitelkeiten,
und auf dem Sand des weiten Feldes,
beginnt hiernun der Weltbetrug!

Auf diesem Sand sie nun erbauen,
Türme um die Welt zu schauen,
ohne sie kein Leid wir hätten,
so ist die Welt, wer sollt sie retten?

Der Weg zurück führt in die Halle,
dort versammeln wir uns alle,
umhüllt von frischer alter Kühle,
verstummen hitzige Gefühle.

31. Juli 2003:

Natur so grün, du bist der Busen,
aus Dir entspringen uns're Musen,
und sieh nur wie es dampft und raucht,
so man die Natur missbraucht.

Lodernd Flamme, qualmend Feuer,
unser Zukunft Abenteuer,
und obwohl wir es verstehen,
wird es wohl so weitergehen.

7. August 2003:

More than 100 years it took,
to closer at his deeds to look,
for everyone a helping hand,
throughout all parts of the land,
but he never said so aloud,
about whom it is, I forgot about.

14. August 2003:

Noch ein Jahr ist nun vergangen,
doch war's noch immer nicht genug,
kein Erinnern, kein Verlangen,
dafür Kummer und Betrug.

21. August 2003:

Was waren das für Genprodukte,
die man allhier so in sich schluckte,
Klar ist: es ist Biss für Biss,
ein endlos fauler Kompromiss!

Konzerne mit lachend Menschen werben,
derweil dort and're qualvoll sterben,
machen tut das sehr wohl Sinn,
steht unten der Konzerngewinn.

Wie sich das rechnet, unterm Strich,
ist nun entsetzlich widerlich,
denn wenn sich die Gewinne heben,
dann zählen keine Menschenleben!

28. August 2003:

Niemand konnte sicher sein,
ist jemand da, bin ich allein?
Überall 'ne Kamera,
nun war es endlich allen klar!

Doch jeder muckt nur einmal auf,
da nimmt man's lieber doch in Kauf,
anstatt man einen Fehler macht,
man wird ja schliesslich überwacht.

11. September 2003:

Geh' ein in die Gründe der Jagd,
wer nicht ewig lebt, der hat versagt,
steh' immer vor Dein Opfer hin,
die Jagd verleiht Dir deinen Sinn.

Das Langsamste wird immer gefressen,
an Schnelligkeit wirst Du gemessen,
renn' schneller, denn dann wirst Du leben,
denn Gott hat Dir Beine gegeben.

Der Jäger ist auch der Gejagte,
die Antwort gibt der, welcher fragte,
so tickt nunmal unsere Welt,
es geht wie immer um's - Eingemachte.

13. November 2003:

Dunkler Himmel, blasser Schein,
da oben sollen Sterne sein?
Das Suchen hat sich nicht gelohnt,
sichtbar ist heut' nur der Mond.

Liegt das denn an den vielen Leuchten,
die lichterloh die Nacht verseuchten?
Und weiter tun, in Zukunfts Ferne,
wir brauchen Licht - und keine Sterne.

20. November 2003:

Keiner wird gewinnen,
doch alle spielen mit,
spielen wie von Sinnen,
und alle spielen mit.

Die Regeln kennt noch keiner,
doch alle spielen mit,
nun wird die Chance kleiner,
und alle spielen mit.

Jeder will betrügen,
und alle spielen mit,
kein Preis wird je genügen,
drum spielen alle mit.

27. November 2003:

Eine große Weltverschwörung,
Elite gegen uns verschworen,
statt Fakten nunmehr 'ne Beschwörung,
Fiktion wird nun zum Fakt erkoren.

Lug und Trug, wir sind im Bilde,
führen Zirkel bös' im Schilde,
verkaufen uns erst vorn für dumm,
betrügen uns dann hintenrum.

Menschen hier wie Du und ich,
finden das klar widerlich,
und stellen hiermit klipp und klar,
es wird mal anders als es war!

18. Dezember 2003:

Sonne im Herzen, Licht im Gesicht,
Zimmer voll Kerzen, viel ist es nicht,
strahlende Kinder, blitzende Äuglein,
überall Freude, ein Fest kann so schön sein.

8. Januar 2004:

Ich wollte es ja nur mal gesagt haben.
Tee - ein Getränk für arme Leute,
was ja ein Trend ist, merkt man heute,
nicht der Tee, das nicht so sehr,
das mit dem Geld, das umso mehr.

29. Januar 2004:

"Konfus":

Yesterday as I awoke,
I dreamt a call and so I spoke,
to a wall... it seemed.

The wall was real but not the phone,
reality is error prone,
that was all... I dreamed.

12. Februar 2004:

Schlechtigkeit und Niedertracht,
was hat sie in die Welt gebracht?
Ist es unser Stolz, das Ego?
Sicher Eitelkeiten oder so.

Nein! ich mach es mir vielleicht zu leicht,
der Gründe viel, doch keiner reicht,
wenn du hier Antwort nun verlangst,
es fundiert auf Sorge, Angst.

3. Juni 2004:

Denkschule:

Die Gedanken sind frei,
doch wehe wenn niedergeschrieben,
was ist denn schon dabei?
wären sie nur amorph geblieben.

Einmal fixiert und ausgedruckt,
steht es fest in Schwarz auf Weiss,
auch wenn es in den Fingern juckt,
Nicht niederschreiben um jeden Preis.

Bleibt beim Denken lange vage,
lange kneten ist gesund,
stellt euch lieber diese Frage:
warum ist der Kopf denn rund?

Gedanken gehen neue Wege,
und können auch die Richtung ändern,
seid stolz auf euer Denkgehege,
und schmökert mal in Bücherbändern.

12. August 2004:

Viele Tage ist es her,
ich wollt' es wären ein paar mehr,
da konnt' ich es noch fassen,
und sprach 'Ich sollt es lassen'.

Besser nun es wär' so gewesen,
dann würdet ihr nun dies nicht lesen,
und allerdings und überhaupt,
ach hätt' ich nur mir selbst geglaubt.

28. April 2005:

So wie ich das heute seh,
(und das tut mir ziemlich weh)
steckt der Karren tief im Dreck,
so kommt der sicher nicht vom Fleck!

Doch obwohl ich nix versteh,
und wie die meisten weitergeh,
seh ich deutlich, dass es krankt,
und lange schon bedrohlich wankt.

Da sagt ein Konsument a.D.,
es wäre beinah fast OK,
es gäb nur eines was wir sollen:
Das eigen Tun auch wirklich wollen!

1. September 2005, 15. September 2005:

Sie stellen hin und stellen her,
bei Kaufabschluss ein "Danke sehr",
und "bitte schön" und "gern geschehn",
und ein freundlich' "Wiedersehn!"

Oder "beehren sie uns doch mal wieder",
die Preise halten wir hier nieder,
es gibt hier so viel für wenig Geld,
wie sonst fast nirgends auf der Welt.

Und vor der Türe sitzt herum,
ein Typ, der schaut auch ziemlich dumm,
Er hat ganz deutlich nen Bedarf,
ob es an Scheinen scheitern darf?

Es scheint die Scheine sind die Welt,
die meisten nennen diese "Geld",
und diese hätten einen "Wert",
so wurde uns einmal erklärt.

So lasst uns denn um Scheine streiten,
bis die Aktien uns entgleiten,
in Kampfanzug mit ner Krawatte,
kämpfen um Prozente und Rabbatte.

Die einen sollen dauernd knechten,
die nächsten schauen nach dem Rechten,
den dritten gehören alle Rechte,
das Einzig wahre, wirklich Echte.

27. Oktober 2005:

Mich bedauert wenn ich sehe
wie Menschen die ich sehr gut kenne
fremden Unsinn lieber glauben
als sich selbst.



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